Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Ein Stuttgarter Adler geht auf Reisen...
nach einem pokalspiel, welches wir so schnell als möglich vergessen sollten, war wiedergutmachung angesagt. allerdings kam unser gegner, der vfl bochum, mit neuem trainer und frischem mut zu uns an diesem nasskalten novembersonntag ins waldstadion.von einem gegner auf augenhöhe war sogar auf bo-seite die rede. im spiel sollte man davon aber nichts mehr zu sehen bekommen....

ich machte mich bereits am samstag auf in richtung heimat, galt es doch den geburtstag meines cousins zu feiern. etwas übernächtigt und (schlaf)trunken stand ich sonntag nachmittag inmitten lauter adlern auf dem bahnsteig in bad homburg und wartete auf die s-bahn nach frankfurt. mit einiger verspätung traf diese auch ein und sammelte unterwegs in die mainmetropole jede menge weiterer adler ein. es war ein bisschen wie im äppelwoi-express. durch die entspannte atmosphäre legte sich meine anspannung ein wenig. im hauptbahnhof legte ich noch meinen obligatorischen pit-stop im bistro ein und traf zu meiner freude altbekannte adler, jetzt erst noch hadde anrufen, dachte ich so bei mir und griff instinktiv in die tasche, ups, kein handy da, ich hatte es im auto, das bei meinem cousin im taunus steht, liegenlassen, mist!
nach 1-2 bierchen ging es dann ohne umschweife ins wohnzimmer. gerade noch rechtzeitig zu unserer hymne war ich auf meinem platz in der westkurve angekommen, der kontrollwahn hat bei der eintracht um sich gegriffen.
dann die aufstellung, skibbe hatte nach der pokalmisere umgestellt. ochs im mittelfeld, franz hinten rechts, chris innen und tebär, libero und caio für bajra, steini und fenin. unsere eintracht begann stark, man merkte den jungs an, sie wollten etwas gut machen, folgerichtig fiel auch das 1:0 durch caio nach starkem freistoßaufsetzer aus 25m. kurz und gut, wir hatten das spiel im griff, hätten gut und gerne auf 2 oder 3:0 erhöhen können, 2x alu von libero, dann kam es wie aus heiterem himmel, bochum kam einmal vor unser tor und der ausgleich fällt durch ein äußerst unglückliches eignetor von franz, so eine sch...dieses saublöde gegentor verunsicherte die mannschaft zunächst, so daß man sich um die eintracht sorgen machen mußte. als einige zuschauer anfingen mal wieder die geduld zu verlieren und dies mit pfiffen ausdrückten, kam bei mir und einigen anderen echten adlern die wut hoch, so würden wir der mannschaft bestimmt nicht helfen, wir stimmten dann ein lauthalses kollektives eeeiiinntrrraachttt an. so langsam stieg meine laune wieder und ich war mir sicher, daß wir es heute gemiensam schon packen werden. zur pause gab es dann auch keine pfiffe, die mannschaft gab ja alles, ihnen gelang nur das 2. tor nicht, sondern aufmunternen applaus für die jungs.
nach der pause begann die eintracht wieder engagiert und mit herz, prompt gelang nach einer guten ecke von ochs! und einer schönen kopfballverlängerung vom wiedererstarkten chris das erlösende 2:1. ausgerechnet franz hat den kopfball in die maschen gewuchtet.wahnsinn.fußball kann doch gerecht sein.
im anschluß erspielte sich die eintracht noch eine reihe von guten tormöglichkeiten um das ergebnis zu erhöhen, u.a. durch eine schöne einzelleistung von alex meier, der mit schöner körpertäuschung in den strafraum eindrang, aber leider knapp am langen eck vorbeischlenzte. bochum hatte zwar nichts entgegenzusetzen, trotzdem war ich angespannt, ob des knappen vorsprungs. 10 minuten vor schluß dezimierten die bochumer sich noch selbst durch eine dämliche gelb-rote karte für ono.
ich war mir sicher, daß der in vielen dingen zu kleinlich pfeifende gagelmann 4-5 minuten nachspielen lassen würde, grund hierfür die verletzungsunterbrechung als oka kopf und kragen riskieren mußte, franz noch gelb sah und unser oka, die odenwälder eiche, eine knieprellung davontrug, er konnte aber bis zum ende weiterspielen.
das ende kam dann schneller als ich erwartet hatte, nach 2 minuten nachspielzeit pfiff gagelmann ab und alle lagen sich in den armen. die mannschaft, der man auch die erleichterung ansah, bedankte sich zuvorderst mit skibbe für die tolle unterstützung mit der Siegeswelle.
die eintracht hat ein für die nächsten schweren wochen gaaaanz wichtiges spiel gewonnen und sich vom langsam wieder aufkommenden druck etwas befreinen können. der abstand zum elendsviertel der liga ist nun größer als der zu den fleischtöpfen.
nach einem bierchen auf dem weg zur s-bahn und einem weiteren im bisto/hauptbahnhof verabschiedete ich mich und setzte mich gut gelaunt aber fix und feddisch in den zug nach stuttgart, erst dort erfuhr ich, daß es mit der lok probleme gab und diese ausgetauscht werden mußte, nach einem längerem aufenthalt ging es dann aber los. kurz nach mitternacht war ich dann zu hause und sah mir nochmals unser spiel an-bis zum erlösenden 2:1 und ging dann glücklich und zufrieden aber hundemüde zu bett.

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Ja, soll man nun etwas schreiben oder es lieber gleich lassen? War am Wochenende eigentlich spielfrei? Länderspielpause oder so?
Naja, die „mein Name ist Hase“-Nummer hilft auch nicht, also Augen zu und durch: Ja, am Samstag hat die Eintracht in Stuttgart gespielt. Ja, wir waren da. Ja, die Eintracht hat verloren. Nein, es war kein Freundschaftsspiel.
Der Reihe nach: Treffpunkt war um ca. 13 Uhr in der Gartenwirtschaft des PSV Stuttgart direkt an der Gottlieb-Daimler-Chrysler-Carl-Mercedes-Benz Arena. Uncle-Anthony und Haddekuche waren fast pünktlich. Horst, Yeboah, Jimmy und Mojoenator glaubten, sie könnten in etwa 20 Minuten vom Stöckach zum PSV laufen. Nach etwas mehr als einer Stunde und dem Besuch mehrerer Tankstellen (man beachte die Doppeldeutigkeit des Wortes) beendeten sie erfolgreich ihre Wanderung und erreichten das Ziel. Zwischenzeitlich kam Exiladler mit ein paar Verwandten im Schlepptau an.

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Um 14 Uhr trafen sich sechs Stuttgarter Adler mit zwei Gästen, um die Fahrt in die oberschwäbische Provinz anzutreten. Am Getränkehandel Benz in Echterdingen wurden noch zwanzig Ehrenmitglieder eingeladen, so dass wir gut gerüstet waren. In Ermangelung einer vernünftigen Autobahnverbindung mussten wir die schwäbische Alb auf Land- und Bundesstraßen überqueren. Landschaftlich war das reizvoll, zeitlich nicht. Nach gut zwei Stunden erreichten wir P-Dorf und nachdem wir geparkt haben, war das zweite, was wir gesehen haben (gleich nach ein paar Polizeiautos) der Mannschaftsbus unserer Eintracht. Der parkte vor dem Hotel/Restaurant Adler (wo auch sonst?). Eben dort hatten sich auch die Binding-Szene und andere Fans versammelt und unterzogen die Zapfanlage besagten Restaurants einem Belastungstest. O-Ton eines Polizisten in sein Funkgerät: „Es haben sich jetzt ca. 50 Fans versammelt, aber alles ist friedlich.“ So soll es sein. Wir machen einen Stadtrundgang, kehren bei ‚Erdem-Kebab‘ ein, der im Stadion, pardon, der Arena auch Bandenwerbung macht und treffen ein paar P-Dorfer in Trainingsanzügen. Auf unsere eigentlich scherzhafte Frage, ob sie denn die Spieler wären, gab es ein verunsichertes „Ja“ und Kopfnicken. Pokalspiele haben halt schon eine besondere Atmosphäre.


Zurück beim Hotel Adler stand der Mannschaftsbus immer noch da. Torwarttrainer Andi Menger belud ihn gerade mit irgendwelchem Zeug. Auf mein freundliches Angebot beim Tragen zu helfen verzichtete er leider dankend. Ich hätte es wirklich gerne gemacht. Wir beschlossen ein EFC-Foto am Bus zu machen und kaum waren wir fertig tauchte Marco Russ auf und stellte seinen Koffer in den Bus. Nach ihm kamen auch alle anderen Spieler und alle waren cool drauf, plauderten kurz, standen für Fotos zur Verfügung, verschwanden wieder im Hotel zur Mannschaftssitzung und fuhren anschließend ab zum Stadion – unter dem Gejohle von inzwischen ca. 100 Fans. Es ist genial, wie nah man an solchen Tagen an die Jungs herankommt. Pokalspiele haben wirklich eine besondere Atmosphäre.

Wir hatten inzwischen ein paar Jungs von den Exiladlern Tübingen getroffen und machten uns jetzt auch auf den Weg zur Arena, die sich – wie erwartet – als besserer Sportplatz entpuppen sollte. Auf dem Weg dorthin trafen wir auch die Eintrachtfreaks Württemberg; der EFC Adler München kam kurz vor Anpfiff auch dazu. Den Spielverlauf brauche ich hier nicht schildern, der kann überall nachgelesen werden; die Stimmung war super, man merkte allen die Freude an, dass es wieder los ging. Unter den Ordnern gab es wohl manchen, der am liebsten mit im Block gestanden hätte. Überhaupt schauten sich die meisten eher das Spiel an als die bösen Fans zu bewachen. Als ein Ball in den Block flog, wir eine Zeitlang ‚Volleyball‘ damit spielten und er versehentlich wieder aus dem Block herausflog, schmiss ein Ordner ihn einfach wieder rein. Herrlich. Dass am Ende ein paar Fans Eintracht-Schal gegen Ordner-Leibchen tauschten, rundete den insgesamt sehr sympathischen Auftritt von P-Dorfer Ordnern und Polizei ab. Daumen hoch!

Nach dem Spiel genehmigten wir uns noch einen Absacker im inzwischen verlassenen Hotel Adler und fuhren anschließend wieder nach Hause. Schee wars – so stellt man sich den Saisonauftakt vor.